Arendsee l Die diesjährige Pfingstregatta hatte es wieder in sich. Gab es in den vergangenen Jahren oft Flautenrennen, so werden 2016 und 2017 als Jahre in die Arendseer Annalen eingehen, die für ordentlich Wind stehen.

Bei den beiden Wettfahrten am Sonnabend (3. Juni 2017) waren die Bedingungen noch sommerlich mit angenehmen Temperaturen und für Pfingsten gewohntem Schwachwind. Damit kamen die heimischen Florian und Christian Stock am besten zurecht. Der leicht drehende Ostwind sorgte für einige Überraschungen im Starterfeld. Linke oder rechte Seite, war die Frage. Christian Stock gewann das erste Rennen, Bruder Florian das zweite.

Der Hamburger Peter Rehren hatte Pech, er schlug sich den Kopf auf und musste im Krankenhaus genäht werden.

Auf eine dritte Wettfahrt verzichtete Wettfahrtleiterin Astrid Salzmann, weil die Bedingungen zu unstetig waren.

Das war die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Über Nacht drehte der Wind von Ost auf Nordwest und baute sich über den Vormittag zu einem kleinen Sturm auf, der in Böen auch mal Windstärke sechs erreichte. Dazu zog ein Regengebiet über das Revier, das mehrere Stunden teilweise starken Regen brachte. Mitten in diese Phase hinein gingen die Crews auf die dritte Wettfahrt.

Einige kenterten

 

Salzmann hatte die Bahn verkürzt und die letzte Startmöglichkeit von 14 auf 15 Uhr verschoben. Vier Wettfahrten hatte sie auf dem Plan, und die wurden es dann auch. Bei Dauerregen und böigem Wind gewann Christian Stock Rennen drei, Nummer vier ging an den Hamburger Ole Paulsen. Florian Stock landete jeweils auf Rang zwei. Diese beiden Rennen verlangten den Crews alles ab. Einige kenterten. So auch Tobias Bartels aus Düsseldorf, dem bei voller Fahrt das Ruder brach und für den die Regatta damit beendet war.

Gegen Mittag ließ der Regen nach. Dafür wurde der Wind bockiger. Jetzt trennte sich die Spreu vom Weizen. Viele hatten während der beiden ersten Rennen zu viele Kräfte gelassen. Das sechste Rennen beendeten nur noch neun von einst 23 Booten.

Auf der fünften Wettfahrt holte sich erneut Christian Stock den Sieg. Die Hamburger Ole Paulsen und Oliver Wendt wurden Zweite, Florian Stock baute mit Rang vier sein Streich­ergebnis. Vor dem letzten Rennen lagen die Stock-Brüder mit je sieben Zählern gleichauf. Das sechste Rennen musste die Entscheidung bringen. Und da hatte einmal mehr Florian Stock die Nase vorn. Er segelte auf den ersten Rang. Christian Stock kam mit seinem Hamburger Vorschotmann Sven Friedrich hinter Ole Paulsen auf Rang drei.

Die restlichen Arendseer Crews schlugen sich ordentlich. Carlo Schütte wurde Siebenter, Seifert/Seifert Neunte und Andreas Bäcker mit Vorschotfrau Alina Lebang Zehnter.